Bunte Ostereier – ihre Bedeutung und verschiedene Färb-Techniken

Das Wetter wird wieder schöner und die Temperaturen wärmer: Der Frühling ist da und mit ihm steht auch das Osterfest vor der Tür. Dabei ist ein Osterfest mit bunten Ostereiern eine jahrtausendalte Tradition. Die Ostereier sind religiöse Symbole der Wiedergeburt und des Lebens. Mittlerweile  sind sie aus dem Osternest als dekorative Ergänzung kaum noch wegzudenken. Sie sind auch so beliebt, da man in der Zeit des Fastens vor Ostern auf tierische Produkte verzichten musste und sich dann insbesondere darauf freut. Heutzutage sind die bunten Ostereier nicht nur im Supermarkt um die Ecke erhältlich, sondern lassen sich auch leicht selbst färben – wobei der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.

Ostereier ausblasen

Bevor das eigentliche Verzieren der Ostereier losgehen kann, blasen viele die Eier vorerst aus. Somit stellen sie nicht nur eine entzückende Dekoration dar, sondern können auch für das Osterbrunch vielfältig gefüllt werden.

Zunächst werden dafür ein sogenannter Eierpieker, ein kleiner Kreuzschlitzschraubenzieher sowie eine dünne Stricknadel benötigt. Nun pieksen Sie das rohe Ei an der Ober- sowie Unterseite einmal an und vergrößern die Löcher behutsam mit dem Schraubenzieher. Daraufhin schieben Sie die Stricknadel durch das Ei und pusten den Inhalt hinaus. Zuletzt spülen Sie das Osterei mit kaltem Wasser aus, lassen es trocknen und schon kann das Färben losgehen!

Falls Sie das ausgeblasene Osterei aufhängen möchten, müssen Sie einfach nur einen Faden um ein Stück Streichholz binden und es durch eines der Löcher schieben.

Das Färben der Ostereier funktioniert natürlich auch mit gekochten Eiern – diese sind auch besser für unbeholfene Kinderhände geeignet.

Farbe, Aufkleber, Stempel – Verzieren leicht gemacht

Die Ostereier können mit Farbe, Aufklebern, Stempeln und vielem mehr verziert werden. Besonders beliebt: Einfärben! Die verschiedenen, leuchtenden Farben gibt es nicht nur in Supermärkten in Ampullen, als Farb-Plättchen oder Pulver zu kaufen – sie können sogar selbst  mit natürlichen Stoffen, wie Gemüse, Kaffee oder Blüten hergestellt werden. Ein kleiner Hinweis vorweg: Bei den künstlichen Farben handelt es sich selbstverständlich um Lebensmittelfarben – diese sind immer ungiftig! Allerdings können einige der verwendeten Farbstoffe Folgen für Allergiker, wie beispielsweise Hautreizungen haben.

Mit der leichtesten Variante, den so genannten Heißfarben, färben die Ostereier bereits während des Kochens. Dabei wird die Farbe einfach in das Wasser eingerührt. Mit einem guten Schuss Essig werden die Ostereier schön gleichmäßig gefärbt und leuchten besonders stark.

Bereits gefärbte Eier mit einer dickeren Schale können auch mit der Kratz-Technik verziert werden. Hierbei wird einfach mittels eines Messers oder einer Nadel ein Muster in die getrocknete Farbe eingeritzt.

Um die Ostereier zu marmorieren, empfiehlt es sich, die Farbe in einem Plastikhandschuh zu verteilen und das warme Osterei darin ausgiebig herum zu rollen. Die Farbe im Anschluss trocknen lassen und den Vorgang wiederholen, bis das gewünschte Endergebnis erreicht ist.

Doch auch kleine Muster auf den Ostereiern sind möglich: Vor dem Färben wird auf dem Osterei mit Wattestäbchen oder Pinsel ein Muster mit Zitronensaft(-Konzentrat) aufgetragen. Während des Färbens nehmen die behandelten Stellen so keine Farbe an. Mit flüssigem Wachs und einer Nadel können ebenfalls Muster auf das ungefärbte Osterei skizziert werden. Nach dem Färben wird das Wachs einfach mit einer Kerze wieder abgeschmolzen.

Auf eine ähnliche Art und Weise sind so auch Blattmotive möglich: Hierbei wird ein Blatt auf das Osterei gelegt und ein Strumpf oder etwas anderes zum fixieren auf eben dieses gezogen. Daraufhin wird das ganze Paket in ein Färbe-Bad eingelegt. Sobald das Osterei getrocknet ist, wird der Strumpf wieder abgenommen.

Die Farbe der Ostereier ist bei jeder Technik insgesamt intensiver, wenn das Ei länger in der Flüssigkeit bleibt. Häufig variiert das Endergebnis sehr – je nach Dauer des Farb-Bads.

Weiß oder Braun, Huhn oder Pute – welches Ei eignet sich besser?

Der Mehrheit ist noch immer nicht bewusst: Nicht nur Hühner legen Eier! Die Eier anderer gefiederter Tiere sind möglicherweise sogar schon so schön gemustert, dass ein weiteres Färben nicht notwendig ist. So sind zum Beispiel auch die Eier von Pute, Gans, Strauß, Wachtel, Fasan oder Rebhuhn bestens für das Osterfest geeignet!

Doch auch die Farbe der Eier ist wichtig, da sie das Farb-Ergebnis maßgeblich beeinflusst. Blaue Farben sehen beispielsweise auf braunen Eiern grünlich aus. Am besten experimentiert man selbst mit den Farben und lässt sich überraschen.

Viel Spaß beim Ostereierfärben!

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