Muttertag

Muttertag

Ein Hoch auf alle Mamas

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai feiern wir den Muttertag. Wenn man bedenkt, was unsere Mütter auf sich genommen haben, um uns auf die Welt zu bringen und anständige Menschen aus uns zu machen, kann man ihnen gar nicht genug danken.

Doch woher kommt die Muttertagstradition?

Die Ursprünge des Muttertags reichen zurück bis ins antike Griechenland und zu den Römern, wo es Verehrungsrituale der Göttin Rhea sowie den Kybele- und Attiskult gab.

Die Begründerin des heutigen Muttertages, die Methodistin Anna Marie Jarvis, veranstaltete in Grafton (West Virginia, USA) am 12. Mai 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter, ein Memorial Mothers Day Meeting. Im folgenden Jahr wurde wiederum am zweiten Sonntag im Mai in der Methodistenkirche in Grafton allen Müttern eine Andacht gewidmet. Anna Marie Jarvis ließ zum Ausdruck ihrer Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter 500 weiße Nelken an andere Mütter vor der Kirche austeilen.

Muttertag

Ihr Ziel bestand nun hauptberuflich darin, einen offiziellen Muttertag zu schaffen. Sie startete eine Initiative zur Einführung eines offiziellen Feiertages. Die Bewegung wuchs sehr rasch an und bereits 1909 wurde der Muttertag in 45 Staaten der USA gefeiert. Am 8. Mai 1914 erließ der US-Kongress die Joint Resolution  Designating the Second Sunday in May as Mother’s Day: Als Zeichen der Liebe und Verehrung der Mütter solle der 2. Sonntag im Mai als Muttertag gefeiert werden. Mit steigender Verbreitung und Kommerzialisierung des Muttertags wandte sich die Begründerin des Feiertages von der Bewegung ab, bereute, diesen ins Leben gerufen  zu haben, und kämpfte erfolglos für die Abschaffung des Feiertages.

Muttertag international

Um den Muttertag auch international zu verbreiten, wurde bereits 1912 eine Mother´s Day International Association gegründet. Mit dem traditionellen Mothering Sunday  (4. Fasten-sonntag) fusioniert, wurde das Konzept des Muttertags im Vereinigten Königreich schnell angenommen. Im Zuge der internationalen Verbreitung folgten 1917 die Schweiz, 1918 Finnland und Norwegen, 1919Schweden, 1923 Deutschland und 1924 Österreich.

Muttertag

Muttertag in Deutschland

1922/23 wurde der Muttertag in Deutschland vom Verband Deutscher Blumen-geschäftsinhaber mit Plakaten „Ehret die Mutter“ in den Schaufenstern etabliert. Betont unpolitisch sollte dieser Tag als Tag der Blumenwünsche gefeiert werden. Mit Plakaten in Schaufenstern, kleineren Werbekampagnen und Veranstaltungen bis hin zu Muttertagspoesie wurde  dem ersten deutschen Muttertag am 13. Mai 1923 durch den Vorsitzenden des Verbandes, Rudolf Knauer, der Weg bereitet.

In der ehemaligen DDR gab es keinen Muttertag, stattdessen feierte man am 8. März den Internationalen Frauentag. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde der Muttertag auch in den neuen Bundesländern eingeführt und seitdem gefeiert.

Andere Länder, andere Termine

Den „Tag der Mütter“ gibt es in den meisten Ländern der Welt. Doch nicht in jedem Land wird er am gleichen Tag gefeiert:

    • Deutschland, Schweiz, Österreich, Australien, Belgien, Brasilien, Dänemark, Finnland, Italien, USA, Japan, Kanada, Neuseeland, Taiwan, Türkei: 2. Sonntag im Mai
    • Großbritannien: 4. Fastensonntag (fünf Fastensonntage: Sonntage der christlichen Fastenzeit)
    • Ungarn, Portugal, Südafrika, Spanien: 1. Sonntag im Mai
    • Große Teile Süd- und Mittelamerikas, Mexiko, Bahrain, Hongkong, Indien, Malaysia, Oman, Pakistan, Katar, Saudi Arabien, Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate: 10. Mai
    • Polen: 26. Mai
    • Libanon: 1. Tag im Frühling
    • Frankreich und Schweden: Letzter Sonntag im Mai
    • Norwegen: 1. Sonntag im Februar
    • Albanien: 8. März
    • Thailand: 12. August
    • Costa Rica: 15. August
    • Argentinien: 2. Sonntag im Oktober

Mamas, wir lieben euch

Ganz unabhängig davon, wann der Muttertag stattfindet, er bietet immer Gelegenheit, etwas besonderes für seine Mama zu tun. Möglichkeiten gibt es viele, angefangen beim Blumenstrauß, über das Backen eines Kuchens, bis hin zum organisieren z. B. eines Restaurant- oder Theaterbesuches. Um seiner Mutter zu zeigen, wie wichtig sie einem ist und wie gern man sie hat, bedarf es keiner großen Geschenke. Wenn man sich jeden Tag ein wenig Zeit für sie nimmt und ihr zeigt, dass man an sie denkt, ist es wohl die größte Freude, die man ihr bereiten kann.

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